Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose)

Die Hypothyreose ist gekennzeichnet durch eine unzureichende Versorgung der Körperzellen mit Schilddrüsenhormonen (T3 und T4). Die Ursache dafür ist die mangelhafte bis fehlende Produktion der Schilddrüsenhormone.

a.    Subklinische Hypothyreose:
Die verminderte Hormonproduktion in der Schilddrüse wird vom Hypophysenvorderlappen registriert und führt zu einer erhöhten TSH-Ausschüttung und dies wiederum führt zur erhöhten Hormonproduktion in der Schilddrüse.

Die Kombination von im Normbereich liegenden T3 und T4 bei gleichzeitig leicht erhöhtem TSH wird als subklinische Hypothyreose bezeichnet. Da der Spiegel von Schilddrüsenhormonen im Normbereich liegt, fehlen subjektive Beschwerden bzw. sind leicht.

b.    Manifeste Hypothyreose:
Das Nachlassen der Hormonproduktion aus der Schilddrüse wird vom Hypophysenvorderlappen registriert und regt den letzteren zu einer Erhöhung der TSH-Ausschüttung an, die Schilddrüse ist jedoch infolge von fortgeschrittenem Versagen nicht imstande, ihre Hormonproduktion anzuheben. Folglich bleibt der TSH-Spiegel über der Norm oder steigt weiter an, während T3 und T4 vermindert bleiben. Der Mangel an Schilddrüsenhormonen führt zu subjektiven Beschwerden, die hinsichtlich ihrer Ausprägung dem Grad des Schilddrüsenhormonmangels entsprechen.

Die Beschwerden

a. körperliche Beschwerden bei Unterfunktion sind:
Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Schwäche, Gewichtszunahme, Heiserkeit, Kälteüberempfindlichkeit, Verstopfung, Zyklusstörung und Einschränkung der Fruchtbarkeit, trockene Haut, vermehrter Haarausfall und brüchige Nägel, erhöhte Blutfettwerte

b. psychischen Beschwerden bei Unterfunktion sind:
Depressive Verstimmung, Gedächtnisschwäche, Desinteresse und Unlust

Therapie

Ziel der Therapie mit Schilddrüsenhormon (Levothyroxin) ist die Normalisierung des Schilddrüsenhormonhaushalts (Euthyreose).